Jugendhauptausschuss Bad Malente 2018

Hoch in den Norden ging es dieses Jahr für die Jugenddelegierten, die zum Jugendhauptausschuss der deutschen Kanujugend anreisen wollten. Die Kanujugend Schleswig-Holstein hatte für den 23.-25. Februar nach Bad Malente ins Sport- und Bildungszentrum eingeladen. Gemeinsam mit dem Vorstand kamen 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 11 Landesverbänden und wurden am Samstagmorgen von Günter Schöning, Präsident des Landes-Kanu-Verbandes Schleswig-Holstein begrüßt sowie Torben Ubechel als Vertreter der Kanujugend Schleswig-Holstein und Organisator des Wochenendes.

Im Anschluss führten die Vorstandsmitglieder der deutschen Kanujugend unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Tim Neupert durch die Tagesordnung und berichteten von den wichtigsten durchgeführten Maßnahmen des Jahres 2017. Neben den etablierten Veranstaltungen wie der Jugendwildwasserwoche sowie zwei Kanu-Freestyle-Lehrgängen und einem Sicherheitslehrgang fand zeitgleich mit den zentralen Ressorttagungen in Duisburg in Kooperation mit dem Deutschen Ju-Jutsu-Verband im Oktober ein Jugenddelegiertenseminar zum Thema „Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Prävention sexualisierte Gewalt“ statt. Ebenso konnten bei dem im vierjährigen Turnus stattfindenden Jugendevent der Deutschen Sportjugend im Rahmen des gut besuchten Internationalen Deutschen Turnfests in Berlin viele sportartübergreifende Kontakte geknüpft werden. Unterstützung bekam die Kanujugend hierbei unter anderem aus den Landeskanuverbänden Berlin, Hessens, Niedersachsens und Baden-Württembergs.

Neben den Maßnahmen stellte Jugendreferentin Kim Paul die Ergebnisse des Projekts „Nachhaltige Jugendarbeit“ vor. Wichtige Erkenntnisse waren vor allem, dass die E-Mail immer noch das vorrangige Kommunikationsmedium in den Kanu-Vereinen ist und Messenger-Apps, die jedoch vor allem von den jüngeren Mitgliedern deutlich häufiger als E-Mails benutzt werden, meist noch (zu) wenig zur vereinsinternen Kommunikation genutzt werden. Ebenso zeigte das Befragungsergebnis, dass das Interesse an freizeitsportlichen Aktivitäten und der Austausch unter Gleichgesinnten durchschnittlich größer ist als an leistungssportlichen Themen.

Ende 2016 wurde erstmalig das „Kanu-Bilderwörterbuch“ von der Kanujugend herausgegeben. Dieses war schnell vergriffen, sodass es nun eine komplett überarbeitete Neuauflage gibt, dessen Weiterentwicklung angestrebt wird. Dazu holte sich der Vorstand von den erschienenen Delegierten vielseitiges Feedback ab, welches diese zuvor in Arbeitsgruppen erarbeitet hatten. Dieses Feedback soll in einer Onlineversion verarbeitet werden.

Aus den Landeskanuverbänden hörte man durchweg Positives. So wachsen die seit einigen Jahren gegründeten Juniorteams insbesondere in Baden-Württemberg und Hessen. In den Verbänden Hamburg, Niedersachsen und Rheinland gab es Neustrukturierungen in den Jugendvorständen.

Nachdem nun 2018 der Jugendhauptausschuss stattfand, folgt in 2019 die umfangreichere Jugendvollversammlung. Hierzu kündigte Tim Neupert als 1. Vorsitzender der Kanujugend und damit Vizepräsident Jugend im Deutschen Kanu-Verband an, sich nicht erneut zur Wahl stellen zu wollen. Nadia Oakey wird altersbedingt ebenso nicht mehr als Jugenddelegierte kandidieren können. Vorstandsmitglied Klaus Marx wird sich ebenfalls nicht mehr zur Wahl stellen. In diesem Zusammenhang wurde dazu aufgerufen, sich in den eigenen Strukturen Gedanken zu machen, in wie weit es Nachfolger für die einzelnen Positionen geben könnte.

Neben dem parlamentarischen Teil blieb zwischendurch genügend Zeit sich bei Freizeitangeboten wie Kanu-Freestyle im anliegenden Schwimmbad oder Zumba zu beteiligen, die von einzelnen Jugenddelegierten angeboten wurden.

Bericht und Fotos: David Seehausen